Autonomie & Gemeinschaft
Die nächsten beiden Prinzipien der Evolutionären
Erleuchtung sind Autonomie und Gemeinschaft.
Zusammen repräsentieren diese beiden Prinzipien die Grundlage
des neuen Bewusstseins, das Ziel und die Verheissung dieser Lehre.
Autonomie ist radikale Unabhängigkeit und
Authentizität. Sie entsteht, wenn der Mensch ganz auf sich
selbst gestellt ist, im Zustand des vollkommenen, sich selbst
vertrauenden und unabhängigen, leidenschaftlichen Interesses am
evolutionären Prozess. Autonomie ist ein Ausdruck reiner,
schöpferischer Freiheit: der mächtigen, unbeschränkten Freiheit
des Menschen, sein eigenes Potenzial ohne Grenzen zur Entfaltung zu
bringen. Wenn man wahre Autonomie erfährt, entdeckt man eine
unvergleichliche Fülle des Selbst, die wunderbarerweise völlig
frei ist von Selbstbefangenheit. Man ist einfach man selbst und
erfährt auf ekstatische Weise, wie sich die eigene Authentizität
spontan manifestiert.
Gemeinschaft ist die tiefe Offenbarung der
Nicht-Dualität, wie sie auf dynamische Weise in einem Kollektiv
erscheint. Sie ist die berauschende Erfahrung des Authentischen
Selbst, wie es sich im Anderen selbst erkennt – die Vielen,
die in egoloser Freiheit als Eins und mit unendlichem Potenzial
zusammenkommen, ohne auch nur von dem geringsten Gefühl des
Getrenntseins gehemmt zu werden. In diesem alles einschließenden
intersubjektiven, nichtdualen Zustand, manifestiert sich die
höchste Offenbarung des Einsseins in dieser Welt als eine
ekstatische Nähe der menschlichen Beziehungen jenseits der
Individualität.
Dass sowohl Autonomie als auch Gemeinschaft gleichzeitig
gelebt werden können, ist ein neu entstehendes Potenzial des
Bewusstseins. Normalerweise, wenn ein Mensch kraftvolle Autonomie
erlebt, geht dies fast immer auf Kosten der
Gemeinschaft mit anderen. Um tiefe Gemeinschaft zu erleben, müssen die Einzelnen,
die daran beteiligt sind, normalerweise ihre Autonomie opfern.
Doch in der Evolutionären Erleuchtung entsteht ein dynamisches
Feld, in dem der Einzelne und die Vielen buchstäblich eins sind
und dennoch gleichzeitig voneinander verschieden und
unterscheidbar bleiben. Es ist ein sich neu entwickelnder
Ausdruck der Nicht-Dualität, in dem sich die Ekstase der
Autonomie und die Glückseligkeit der Gemeinschaft zu einem
einzigen einheitlichen Zustand des Bewusstseins verbinden.